Ikonen Zeichen Bewunderung | Icons Signs Admiration

Ein Seminar vor Bildern am dafür geeigneten Ort | A seminar in front of pictures at an appropriate place


Frieder Nake

Winter 19/20, Universität & HfK, Bremen

Dienstag 14-18, Kunsthalle Bremen an wechselnden Orten. Treffen im Eingangsbereich

Beginn am Dienstag, 22. Oktober, 14:15 Uhr in der Kunsthalle Bremen

Note. The following outline and conditions are currently still in German. I want to wait and see if there is any serious interest for participation by students who do not understand this language. If there is, our language will be switched to English, and this description will be re-issued.

Zum Inhalt des Seminars
Die Kunsthalle Bremen eröffnet am 18. Oktober 2019 eine Ausstellung der besondersten Art. Alles wird anders sein, als wir es gewohnt sind, ein guter Anlass also für eine Auseinandersetzung mit Kunst, aber vor allem auch mit Medien. Und dabei dann besonders auch den digitalen. (So furchtbar aufregend allerdings ist es heute nun auch nicht mehr, wenn alles anders ist. Aber ein bisschen anders, so dürfen wir erwarten, wird das Ganze schon werden. Da bin ich sicher.)
Die Ausstellung Ikonen. Was wir Menschen anbeten also soll Anlass sein und Hintergrund, um die Medien "Ausstellung" und "Kunstausstellung" zu erleben, zu diskutieren, zu problematisieren, zum Gegenstand unseres Nachdenkens und Diskutierens zu machen. – Die Kunsthalle selbst kündigt die Ausstellung so an:


Ikonen. Was wir Menschen anbeten
Mit dieser Ausstellung feiert die Kunsthalle Bremen eine Premiere: Erstmals werden alle Galerieräume des Hauses mit einer großen Ausstellung bespielt. Dabei geht die Schau der Frage nach, wie sich auch heute noch mit dem Begriff der Ikone kultische Verehrung und die Idee des Übersinnlichen verbinden. Denn gerade in der spirituellen Präsenz und auratischen Kraft vieler moderner und zeitgenössischer Kunstwerke wirken Qualitäten der traditionellen Ikone nach.
Pro Raum präsentiert die Schau jeweils ein Meisterwerk, das auf seine je eigene Art Aspekte der Spiritualität und Andacht ausdrückt – von der russischen Ikone über Caspar David Friedrich, Wassily Kandinsky, Kasimir Malewitsch, Piet Mondrian, Mark Rothko, Yves Klein bis zu Andy Warhol, Niki de Saint Phalle, Isa Genzken und Andreas Gursky. „Alltags-Ikonen“ aus der Markenwelt und Popkultur ergänzen die Auswahl. Die Interpretation des traditionellen Ikonen-Gedankens in der Kunst wird so mit dem Phänomen der Ikonisierung in unserer alltäglichen Lebenswelt kontrastiert.


Wir werden zu jedem Termin vermutlich mehrere der sechzig (es sind ein paar mehr) ausgestellten Werke studieren. Also betrachten, diskutieren, kritisieren. Jedes Werk hat in der Ausstellung seinen eigenen Raum (manchmal findet sich eine Gruppe zusammengehörender Werke in einem Raum). "Raum" ist hier architektonisch wie auch metaphorisch gemeint. Die Werke sind von sehr unterschied-licher Art, von alltäglicher Reklame bis zu berühmter Kunst.
Unsere Studien sollen von Teilnehmenden in geeigneter Weise vorbereitet werden. Wir werden jedes Treffen über¬geordnet dem Thema "Medien und Medialität" widmen und dabei religiöse und weltliche Ikonen hinsichtlich ihrer Wirkung studieren. Das soll semiotisch und medientheoretisch wie auch gestalterisch und kritisch gefärbt werden. – Vieles ist noch offen, wird es aber nicht bleiben. Und ein wenig setze ich auf einen Funken von Begeisterung. Ich wünsche mir, Ihr lasst Euch auf das Ganze ein.